subcomandante

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Archive for the ‘Glosse’ Category

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Klick! Mich! An! – von einer die sich auszog

Gleich unter zwei rollenspielesken Pseudonymen (Sai Gaddam und Ogi Ogas) hat die bekannte PiratIn (und “Publizistin”!) Julia Schramm grade ihr Erstlingswerk “Klick! Mich! An!” bei der Bertelsmann-Tochter Random House veröffentlicht. In diesem Heftchen Büchlein beschreibt eine im Internet geborene und dort lebende ihre Welt. Immer wieder setzt sie diese ihre Welt in Bezug zu dem Leser. So verwundert es nicht, dass die drei häufigsten Wörter ich, und, die sind. Die Autorin schafft es überhaupt alles mit allem in Bezug zu setzen. Selbst dort, wo selbst der geneigte Leser nie auf die Idee kommen würde, einen kausalen Zusammenhang zu sehen. Schon im Vorwort kann sie eine Koinzidenz zwischen ihrer Geburt im Jahre 1985 und dem Computer als “Man of the Year” auf dem Titelbild der Times drei Jahre zuvor lückenlos nachweisen.

Offensichtlich noch bevor die programmatische Beisitzerin des Piratenvorstandes überhaupt das schreiben beherrschte, konnte sie bereits Pixel schubsen. Überhaupt ist ihr Verhältnis zu Worten und Buchstaben eher gespalten. Gedanken werden verpixelt. Dabei muss man zwangsläufig an die Verschleierung von Google Streetview durch ängstliche Bürger denken. Und tatsächlich wirken auch die Gedanken der Autorin oft sehr fluffig, wie mit dem Blur-Filter in Photoshop bearbeitet.

Selbst dort, wo es eigentlich hart hergeht trifft man auf Sprache aus dem Poesiealbum:

Sanft steigen wir aus den Fluten und schnellen über die in der prallen Sonne erhitzten Steine. Er weiß, wo es langgeht.

Es ist die Szene bei der sich alle Piraten fragen: “Wer ist Leonard?” und “Warum bin ich das nicht gewesen? WTF!”. Aber noch ist es nicht zu spät. Mit einem genügend energisch geschwungenen WLAN-Kabel hat vielleicht der eine oder andere Pirat noch gute Chancen, vielleicht Sai Gaddam oder Ogi Ogas ins virtuelle Bett zu bekommen. Aber beeilt Euch, manche einflussreiche Neider fordern schon einen Parteiausschluss.


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Was dem einen der Darkroom ist der anderen die Tupperparty

Immer wieder wird in den deutschen Feuilletons über die ominösen Parallelgesellschaften geschrieben. Dabei hat der aufmerksame Leser immer den Eindruck Blinde redeten über Farben. Subcomandante möchte als vorbeugende Maßnahme allen Sex-addicteten Leserinnen heute die Augen öffnen:

Auch in Sachen Lustbefriedigung gibt es solche Parallelgesellschaften!

Ja, es ist kaum zu glauben. Nicht jede und jeder, die/der sich intensiv um die Erfüllung der eigenen schmutzigen Wünsche kümmert und dies in aller Öffentlichkeit auf Parties, Festivals und vor der Webcam tut, steht dazu. Nein, es gibt eine große Gruppe der Bevölkerung, die sich heimlich mit Freundinnen im Reihenhauswohnzimmer treffen. Dort treten dann geschulte Dealer in Erscheinung und verticken den verklemmten Pussies den heißbegehrten Stoff aus Silikon: Dildos!

Die Dildofee legt es offensichtlich darauf an, dass Menschen mit Geschmack niemals auf die Idee kommen, eine solche Veranstaltung zu besuchen. Mehr nach dem Klick. Quelle: dildofee.de

Damit dieses Treiben uns normalen Pornoholics nicht auffällt werden diese Veranstaltungen von sogenannten Dildofeen veranstaltet und das ganze Treiben erscheint dem lüsternen Betrachter als vollkommen lustfeindliche Mischung aus Prinzessin Lilifee und Tupperparty. Damit soll offensichtlich verhindert werden, dass unsereins sich dorthin verirrt. Aber wir lassen uns nicht täuschen und rufen hiermit dazu auf: Flutet diese Veranstaltungen mit euren Körpersäften und berichtet aller Welt, über diese Parallelgesellschaften!


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#Piraten machen ernst: Transparenz in den Hinterzimmern der Partei

Für wahrscheinlich nur kurze Zeit gestatten die Piraten einen Einblick in die internen Machtstrukturen. Nach etlichen Skandalen – die eigentlich nur von ihren wirklichen Zielen ablenken sollen – kommen nun pikante Details an die Öffentlichkeit: Der gemeine Parteisklave wird von den gewählten Volksvertretern mit LAN-Kabeln ausgepeitscht. Mit LAN-Kabeln? WTF! Hätte es denn nicht auch ein WLAN-Kabel getan?

Vermutlich wird die öffentliche Dokumentation bald wieder vom Netz genommen. Wir konnten aber noch rechtzeitig die wichtigsten Passagen raubkopiermorden und stellen sie hier unkommentiert zur Verfügung. Wir sind fassungslos!!11einself

Die #lanbullwhip – Dichtung und Wahrheit
Es war ein Tag wie jeder andere. Nachlässig schnippte der junge Pressesprecher ein Stück Papier auf den Boden, als der Abgeordnete den Raum betrat. Ihre Blicke trafen sich. Sie lagen schon lange im Streit miteinander, der junge Pressesprecher und der Berliner Abgeordnete: sie fauchten sich an, wo sie sich trafen, doch jedesmal, so fühlte es der junge Pressesprecher, hatte in diesem Fauchen und Keifen auch immer ein Anflug von Zärtlichkeit gelegen. Der junge Pressesprecher streifte den Abgeordneten mit einem flackernden Blick. “Du Noob”, brach es aus ihm heraus. “Du Turnbeutelvergesser, Du Warmduscher, Du W-Lan-Kabelverleger, Du.” – “Wie nennst Du mich?” Die Augen des Abgeordneten funkelten bedrohlich. Er streichelte das LAN-Kabel, welches er immer aufgerollt am Gürtel bei sich trug. “Wiederhole das…” Der Abgeordnete rollte die Ärmel seines Sweatshirts auf und enthüllte die stattlichen Muskeln darunter. “Wiederhole das…”  
Der junge Pressesprecher konnte schon den warmen Atem des Abgeordneten in seinem Gesicht spüren. Er schauderte. Plötzlich war er sich der Präsenz des Abgeordneten *sehr* bewusst. Die Luft war zum Schneiden dick, ein Hauch von Testosteron darin, und er fragte sich, was wohl geschehen müsste, damit sich dieses Gewitter entladen könnte. Der Gedanke, den Abgeordneten wirklich wütend zu machen, ließ eine seltsame Erregung in ihm hochkriechen. Was würde wohl passieren, wenn er es zu weit trieb? Der junge Pressesprecher schluckte trocken. Es gab nur eine Möglichkeit, das herauszufinden… ”Deine Mudda ist Putze bei der CDU!” Der junge Pressesprecher schlug sich die Hand vor den Mund, doch es war schon zu spät.
Er spürte den Blick des Abgeordneten auf sich ruhen, der eine seltsame Klarheit und Stärke gewonnen hatte. “Es gibt Grenzen, das wirst du jetzt lernen” sprach er langsam und einen Tick zu leise. Seine Hand wanderte an seinen Gürtel und er löste mit einem routinierten Griff, der auf eine gewisse Erfahrung schliessen ließ, sein LAN-Kabel vom Gürtel. ”Hose runter”, zischte er. Der junge Pressesprecher zögerte. “NA LOS, ICH HAB NICHT DEN GANZEN TAG ZEIT!” Zitternd knöpfte der junge Pressesprecher seine Hose auf und zog sie bis auf die Knöchel herunter. “Jetzt beug Dich über den Tisch da.” Ein höhnisches Lächeln verzerrte die ebenmäßigen Gesichtszüge des Abgeordneten, als der junge Pressesprecher tat, wie ihm geheißen. Er holte weit aus. 
Brutal klatschte das LAN-Kabel auf das nackte Gesäß des jungen Pressesprechers. Der Schmerz raubte ihm beinahe den Atem. Doch schon Sekundenbruchteile später verbreitete sich ein angenehmes Gefühl von Wärme auf seiner Haut, begleitet von einem nie erforschten Gefühl von geistiger Klarheit. Der Puls des jungen Pressesprechers beschleunigte sich und seine Atmung wurde schneller. Er war sich sicher, der Abgeordnete konnte es hören.
“Sieh mich an, junger Pressesprecher” befahl der Abgeordnete. Langsam, zögerlich und dennoch durchglüht von tiefer Liebe hob der junge Pressesprecher seinen Kopf, die Augen weiter auf den Boden gerichtet. Der Abgeordnete griff sanft aber bestimmt nach dem Kinn des Pressesprechers und hob es an, bis seine Augen dem herausfordernden Blick des Abgeordneten nicht länger ausweichen konnten.
Fast schon brutal knallten ihre Lippen aufeinander und der Kuss, wenn man es noch so nennen konnte, hatte wenig Zärtliches.  Bartstoppel rieben auf frisch rasierter Haut.
Der Abgeordnete unterbrach den Kuss und bedeutete dem jungen Pressesprecher sich wieder umzudrehen. Fast schon enthusiastisch reckte der junge Pressesprecher dem Abgeordnete sein blankes Hinterteil entgegen, der sein LAN-Kabel wieder und wieder auf dessen Apfelbacken niederklatschen lies. Bei jedem Schlag entfuhr dem jungen Pressesprecher ein leises Stöhnen. Mit der Röte seiner Po-Backen stieg auch die Erregung der beiden. Ungeduldig griff der junge Pressesprecher nach dem Schritt des Abgeordneten und spürte etwas, dass keineswegs mehr so biegbar wie ein Kabel war. Der Abgeordnete tat es ihm gleich und musste sich nicht mit lästigem Jeans-Stoff aufhalten. 
Der junge Pressesprecher drehte sich um und spürte die Reibung des rauen Stoffs auf seiner nackten Haut. Sie rieben ihre Gemächte aneinander, doch dass war nicht das gleiche wie das kühle Kabel. Der Abgeordnete nahm den das Klettband mit dem er vorher das LANKabel so ordentlich verpackt hatte und legte es sanft um den Schaft des Jungen Pressesprechers. Immer fester zog er es zusammen, drückte die Hoden und den Schaft zusammen, in ein Paket bis die Adern hervorquollen, und machte es fest. Sein Werk bewundernd, mit steigendem Blutdruck, nahm er die Handgelenke des jungen Pressesprechers und legte sie an die Pischbeine … wo er sie mit einer Gaffertape (Tesa ist  fixierte … Lage um Lage, immer mehr Gaffertape, kjeden einenzelnen finger befestigend und den jungen pressesprecher nach hinten übergelegt, expniert, aufgerichtete und mit den händen fixiert ..
[Rest gekürzt wg. eskalierender Phantasie]

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Die Geilen: Erregung statt Empörung

Der penetrante Erfolg der Nerds bei den Wählerinnen weckt offensichtlich Begehrlichkeiten auch bei anderen, die in die Politik wollen. Nicht nur, dass die Piraten erfolgreich das Pickel-Image ablegen konnten, nein! Selbst auf dem Klassentreffen der digitalen Kellerkinder, dem 28c3 in Berlin waren dieses Jahr mehr Blondinen als auf allen bisherigen Veranstaltungen des CCC zusammen.

So wundert es nicht, dass sich grade eine neue Partei formiert: Die Geilen. Das Programm ist denkbar einfach, wie geil: “Geile Politik braucht geile Stellungen, keine Einstellungen”. Sie zeigen sich als konsequente Realpolitiker, wenn sie die Pornokratie fordern, denn letztlich möchten sie damit ja nur etwas erreichen, was bei unserem Bundespräsidenten schon status quo ist. Und selbst die Koalitionsfrage wird schon beantwortet: “Die @Piratenpartei und @DieGeilen – Koalition der Willigen.”


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Filmtipp (historisch): Immortal Desire

Szenenfotos aus Immortal Desire (1993). Ein ebenso berauschendes wie anregendes einstündiges Epos aus mehreren Jahrhunderten. (Quelle: Immortal Desire)

Unter dem euphemistischen Titel “Epigenetic Effects on Evolution caused by continuous Timetravelling” versteckt sich eine einzigartige Referenz auf einen der wichtigsten Porno-Filme der letzten Jahrzehnte. Immortal Desire (1993) von Phillip Christian stellt einen echten Wendepunkt in diesem Genre dar. Dies gilt sowohl in Bezug auf die nonlineare Erzählstruktur, die formale Strenge der Bilder als auch in Hinsicht auf die Bearbeitung des Themas. Im Hintergrund steht die Frage, nach den Einflüssen der Wiedergeburt auf das Paarungsverhalten der Menschen.

Historisch präzise wird die Geschichte der Ostindien-Kompanie von einer bisher unbekannten Beobachterposition aus beschrieben. Die Besatzer sind den Stammesgebräuchen und Geistern der Einheimischen in Neu-Guinea sehr aufgeschlossen. Hier schliesst sich auch der Kreis zur Epigenetik: noch Jahrhunderte später – im Ersten Weltkrieg und im L.A. der Jetztzeit – erliegen die Protagonisten diesen Zauberkräften. Dass Genetik jedoch auch ihre Schattenseiten hat wird die Zuschauerin am Ende leidvoll erfahren. Aber wir möchten nicht vorgreifen.

Das ambitionierte Filmprojekt, das es damals sogar in deutsche Kinos schaffte und von einem renommierten Hannoveraner Synchronstudio bearbeitet wurde, lebt von dem hohen körperlichen Einsatz aller Darsteller und -innen. Obwohl die überzeugende Sarah Jane Hamilton sich dem Verdikt des Regisseurs entgegenstellte und sich nicht von ihrer roten Schamhaarpracht befreite, glänzt sie mit einer überragenden schauspielerischen Leistung. mehr Sex, please! »


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Web Analytics P0rn

Jetzt geht’s mal um Euch liebe Leserinnen. Genau Dich! Wir wollen nämlich wissen, wer ihr seid und haben deswegen auf der Seite Google Analytics installiert. Das sagt uns dann, wie ihr auf die Seite gekommen seid, wo ihr so rumklickt und vielleicht auch, was euch gut gefällt und was nicht. Denn ihr sagt es uns in den Kommentaren ja nicht. Ihr seid Faule Konsumenten, die nicht gewillt sind für Inhalte auch nur mit einem Kommentar zu bezahlen.

Wo wohnen die Schmuddelkinder? Unsere Leserinnen leben auf dem Land. (Quelle: Google Analytics)

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Porno ist ein Landei. Die Karte sieht aus wie die Haut eines Teenies. Normalerweise müssten die Städte München, Hamburg, Köln, Frankfurt und Hannover wesentlich stärker vertreten sein. Berlin ist hier eine Ausnahme, weil wir uns selbst in Berlin rumtreiben. Viele Freunde von uns kennen und lieben die Site. Ausserdem schreiben wir häufiger über Berliner Läden und Events.

Es freut uns wirklich, dass wir so viele Leserinnen in kleinen Städten und auf dem Land haben. Ehrlich! Denn was sollte man denn Sinnvolleres tun, als sich mit Sex zu beschäftigen, wenn der nächste Swinger-Club 50km weit weg ist? Also statt vor der Tankstelle rumzuhängen und Alkopops zu trinken, sammelt Eure Freundinnen ein und macht regelmäßig einen Abend mit den vituellen subcomandante und tamara. (Beweisfotos werden natürlich bei uns veröffentlicht.)

Die zweite Erkenntnis sagt uns, dass unser Lieblingspodcast von Tim und Holgi viele Hörerinnen hat, die auch unsere Themen gerne lesen. Das ist aber auch kein Wunder, denn bei Not Safe For Work geht es ja eben (wie bei uns) um Themen, die von den Medienkartellen tabuisiert werden.

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Die geheime Sex-Agenda der #Piraten

Mehrere öffentliche und persönliche Ereignisse in den letzten Tagen haben mich auf die Fährte einer Verschwörung gebracht:

Die Piratenpartei ist eine Erfindung der Nerds, um an die schärfsten Frauen zu kommen!

Absurd, meint die sonst so geneigte Leserin? Gut, ich hole ein wenig aus.

Fangen wir mit der Männerquote der Piratenpartei an. Diese ist so groß, dass man die wenigen Mitgliederinnen getrost als Feigenblatt betrachten kann. Und die verstockten Argumente vieler Piraten deuten darauf hin, dass sie nicht gewillt sind, daran etwas zu ändern (Auch, wenn ihnen ein gewisser mspr0 offensichtlich zur Seite springen will.).

Weiter gehts mit der Sprache der Piraten. Die basisdemokratischen Prizipien basieren auf einem Abstimmungsverfahren, welches sie “Liquid Feedback” nennen. Hallo? Liquid Feedback! Wer denkt da nicht sofort an den Austausch von Körperflüssigkeiten. Sperma, Natursekt, Spucke, alles Liquid Feedback!!!11einself

Da fast alle Mitglieder Männer sind, haben sie natürlich auch alle einen Enterhaken. Das Tool um gemeinsam (sic!) Dokumente zu schreiben klingt mehr nach Spanking als nach ernsthafter demokratischer Arbeit: Piratenpad. Wie ein iPad eignet es sich wahrscheinlich hervorragend zur Züchtigung unaufmerksamer Sekretärinnen.

Selbst in der Satzung der berliner Piratenfraktion wird unverholen mit der Vorliebe vieler Mädchen und Frauen für Pferde gespielt. Unter §9.14 wird der Antrag auf Ponytime geregelt. Die geneigte Leserin kann sich sicher vorstellen, was damit gemeint ist.

Christopher Lauer (MdA Berlin) schaut. Mehr nach dem Klick. (Foto: lauerfac.es)

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